Flughafen Gießen

Gebäude_Eingangsseite_e
Gebäude_Rollfeldseite_4
Gebäude_Rollfeldseite_7
Gebäude_1932
Feldseite 1
Vorderseite 2
Flugfeldseite 1
Vorderseite 3.
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Der Flughafen Gießen wurde 1925 in Gießen-Wieseck auf einem Gelände von 41 ha Größe zunächst als Verkehrsflughafen errichtet und am 5. Juli 1925 unter Anwesenheit des berühmten Flugzeugbauers Hugo Junker eröffnet. Träger des Flughafens war die „Luftverkehrs AG Oberhessen-Lahngau (Oblag)“. Diese bot Flüge nach Frankfurt, später auch nach Kassel und Hannover an. 1927 wurde ein Empfangsgebäude im Bauhausstil errichtet, das auch ein Restaurant enthielt. Es kamen weitere Betriebsgebäude hinzu. Von der Terrasse des Restaurants ging eine breite Treppe hinunter zum Flugfeld. Die Start- und Landebahn war nicht befestigt. Sie bestand aus einem 1100 x 750 Meter großem Rollfeld.

1936 fand der letzte zivile Passagierverkehr statt und das Flughafengelände wurde zu einem Militärflugplatz mit verlängerter Start-/ Landebahn ausgebaut. Nach dem Bahnanschluss des Feldes an die Vogelsbergbahn wurde hier schließlich das Kampgeschwader 55 „Greif“ der Luftwaffe stationiert. Hier waren Flugzeuge der Typen Heinkel He 111, der Messerschmitt Bf 109 und der Focke-Wulf Fw 190 stationiert.

Nach dem Krieg übernahm die US-Army das Gelände und errichtete hier die armeeeigene Konsumgüterversorgungskette AAFES. 2015 wurde das etwa 200 ha große Restgelände an die Stadt Gießen zurückgegeben.

Stadt und Bund errichteten hier zunächst im Auftrag des Amtes für Migration Wohngebäude mit Platz für bis zu 5000 Flüchtlingen.

Nach langem Bemühen konnte die Firma Revicon aus Berlin gewonnen werden, um auf dem Gelände Wohn- und Industriebauten zu errichten. Das unter Denkmalschutz stehende Empfangsgebäude wurde baulich bereits weitgehend restauriert und auch ein benach-bartes Gebäude wurde im gleichen Bauhausstil errichtet. Die mögliche Nutzung des ehemaligen Empfangsgebäudes liegt noch nicht fest.

Auf dem großzügigen Gelände siedelten sich inzwischen eine Reihe von Industrie- und Serviceunternehmen an.